Über

Ahoi,

 

das Abenteuer beginnt und ich lade euch ein, mit mir auf eine spannende Reise zu gehen!

Wie ihr wisst, werde ich in den kommenden Monaten mit dem Kreuzfahrtschiff der vier bunten Buchstaben in Nordeuropa unterwegs sein. Was mir in der Zeit von April bis September alles passiert, kann ich selbst noch nicht einmal erahnen aber ich möchte es auf jeden Fall mit euch teilen!

 

Also lasst uns gemeinsam die Segel setzen! Mast- und Schotbruch!

 

Eure Bordredakteurin auf hoher See

Alter: 30
 


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Blog

Der Countdown läuft….

Noch 2 Tage und wenige Stunden trennen mich vom Abstieg! Wahnsinn, wie schnell die Zeit verging! Inzwischen ist meine Übergabe auch schon da und wir sind fleißig am übergeben!

Ich zeige ihr, was sie alles zu tun hat und Djuls (so heißt die Gute) macht auch einen super pfiffigen Eindruck. Das wird! Da kann ich getrost das Schiff verlassen!!!! Die letzten Tage sind allerdings noch ziemlich vollgestopft mit Aufgaben…am Anfang (während des Erklärens) dauert auch alles etwas länger und dann sind schon die Sachen für die nächste Reise vorzubereiten und der Alltagskram neben der AIDA Heute, die ja auch gerade in der Relaunch-Phase ist, sodass wir das neue Format für den 7.9. vorbereiten. Aber ein Ende ist in Sicht und ich versuche trotz allem Stress die letzten Momente an Bord zu genießen.

Gestern hieß es ein allerletztes Mal verkleiden für die Haifischbar. In der Anytime Bar (Party, Disco) wird zu den letzten Lieder gedäääänct und heute geht es noch einmal auf die Bühne von „Crew meets Band“. Zum Abschied werde ich, das ganz gut passende Lied, singen: Que sera, sera.

Das heißt auch, dass ich mich von euch – meinen geliebten Lesern – verabschieden möchte. Danke, dass ihr Interesse an meinem Abenteuer hattet und mit mir auf die Reise gegangen seid. Ich habe mich über eure Kommentare und Reaktionen (auch auf anderen Portalen und Kommunikationswegen) sehr gefreut!

 

Schottische Grüße aus Invergordon!

Wir sehen uns in der REALITÄT wieder! Ich freu mich auf euch und sage: AHOI und bis bald!

Eure RedBo für die letzten 2 ½ Tage!

1 Kommentar 4.9.13 14:34, kommentieren

Mit einem Buhuuuuuuuuus nach Paris….

Die letzten 10 Tage sind angebrochen, bevor es dann (vorerst) heißt: „Auf AIDAsehen!“. Deshalb nutze ich noch einmal jede Möglichkeit aus, etwas von der großen weiten Welt zu sehen!

 

Gestern, als wir in Le Havre anlagen, bin ich als Hilfs-Scout nach Paris mitgefahren und es war einfach soooooooooooo schön! Hatte vorher nie die Chance gehabt, dorthin zu reisen, um mich vom Zauber der Stadt faszinieren zu lassen – schließlich ist es die zweitmeist besuchte Stadt der Welt (an erster Stelle steht Berlin…naja, nicht ganz...es ist London).

 

Damit ich mir auch diesen Ausflug zeitlich leisten konnte, habe ich bereits einen Tag vorher soweit alles vorgearbeitet und konnte so gestern von 08:30 bis 18:30 Uhr das Schiff verlassen. Mit dem 2. Bus und 32 Passagieren, die diese Tour ebenfalls gebucht hatten, ging es gen Paris. Knappe drei Stunden brauchten wir jeweils hin und zurück, sodass wir nicht großartig viel Zeit hatten, am Ziel angekommen überall auszusteigen, sondern größtenteils im Bus viel abfuhren: Triumphbogen, Champs-Elysées, Notre Dame, Opéra National de Paris, Musée d’Orsay, Place de la Concorde aber auch den allseits bekannten Eiffelturm konnten wir vom Bus aus bestaunen.

 

Mit dem Boot sahen wir noch einmal aus der Wasserperspektive von der Seine aus viele tolle Sehenswürdigkeiten, wie die Freiheitsstatue – gen New York gerichtet zur Schwester – oder die Cathedralé Notre Dame bewundern. Das war auch so ein Traum von mir: Einmal den Ort sehen, an dem ich mir immer als Kind vorstellte: Hier treffen Quasimodo und Esmeralda aufeinander. Wie oft hörte ich „Der Glöckner von Notre Dame“, sang kräftig mit und stellte mir vor, wie es in Paris und besonders in und um diese Kathedrale aussieht. Nun konnte ich mir ein reales Bild von dieser Stätte machen und der wunderschönen Stadt der Liebe!!!

Den Abschluss bildete nach der 1-stündigen Bootsfahrt, samt leckerem 3-Gänge-Menü sowie Live-Musik, ein Stopp am Eiffelturm – der ja lange Zeit von den Pariser Einwohnern verhasst war bevor er schließlich als Wahrzeichen der Stadt auch von deren Seite aus die Anerkennung gewann.

 

Ich muss wirklich sagen, dass mich Paris sehr überzeugt hat und obwohl ich keine Schnecken aß (liebe Nina) und auch kein Wort verstanden habe von der Bevölkerung dort (hatte ja Russisch in der Schule gewählt), war ich doch very amused!!! Ich kann mir auch durchaus vorstellen, noch einmal nach Frankreich zu reisen…dann vielleicht mit etwas mehr Zeit im Gepäck und ohne AIDA-Klamotte!

 

Salut sagt eure bald wieder in den heimatlichen Gefilden antreffbare

Vicky

1 Kommentar 28.8.13 18:15, kommentieren

Wer hat Nessie gesehen?

Der Countdown läuft…nur noch 16 Tage, dann ist das große AIDA-Abenteuer vorbei und mich hat die Normalität zurück. Abgesehen davon, dass ich noch nicht weiß, wie ich meine 10-Kilo-Mitbringsel-Übergepäck von Bord kriegen soll, freue ich mich schon total auf den Abstieg. Es war echt eine faszinierende Zeit an Bord….aber auch eine RedBo braucht mal ein Wochenende, zum Verarbeiten der ganzen Erlebnisse, die sie hier mitmachen darf.

 

So wie gestern - in Invergordon, Schottland. Die typisch wechselnde Wetterfront hatten auch wir gestern vollkommen miterlebt. Als wir um 7:30 Uhr anlegten, sah man eine lange Brücke, die Richtung Stadt führte. 2 Stunden später allerdings kam so eine große Nebelschwade auf das Schiff zugerollt, dass man sich wie bei „Fluch der Karibik“ fühlte und einfach mal gar nichts mehr sah! Gegen Mittag, als ich dann auch rausgegangen bin, war wieder eitel Sonnenschein und von Schlecht-Wetter nicht die Spur! Verrückt, wirklich verrückt!

 

Wir haben uns zu 7 ein Großraumtaxi gemietet quasi und eine „guided tour“ mitgemacht zum Loch Ness. Der Fahrer war total cool! Ein schon etwas älterer Herr (vor der 60) erzählte uns Interessantes zu Land und Leuten UND zu seiner Familie – er hat zwei Söhne, eine Tochter und vier Enkeltöchter, dabei wünscht er sich auch soooo sehr einen Enkelsohn! – und spielte immer mal wieder zwischendurch schottische Indie-Rock-Musik, da seine Kinder auch musikalisch stark unterwegs sind. Es war einfach herrlich, dieser Mix aus: Kultur, Landschaft und persönlichen Charme des Drivers, der gern mal schneller fuhr als alle anderen um ihn herum!

 

So berichtete uns Nigel (so hieß der gute Mann nämlich), dass er uns zum WAHREN Loch Ness führt und nicht dorthin, wo die ganzen Touris hingebracht werden, wenn sie Loch Ness buchen (in die Nähe von einer Burg). Wir waren also dort, wo sich wirklich alles zugetragen haben soll … Nessie haben wir trotzdem nicht erblickt. Aber dieser kleine Ort, den wir entdecken durften, war sooooo idyllisch am Wasser gelegen mit viel Grün und Klippen um uns herum. Einfach nur beeidruckend!!!!  Auch der Nessie Hunter tat dem Charme der Location gut und auch ich, jaaa, ganz Touri, kaufte mir eine kleine selbstgemachte Nessie-Figur auf einem Stein (von dort natürlich) sitzend als Andenken. Der nahegelegene Pub profitierte auch von unserem Besuch: wir bestellten Guinness und Whiskey…schließlich war es schon 14 Uhr!!! Ich badete dann auch (mit den Füßen zumindest) kurz in Nessies Wasser und dann ging es mit dem letzten Gruppen-Erinnerungsfoto auch schon wieder zurück in die Stadt Inverness, um dort auch noch ein paar Sommerbilder einzufangen.

 

Es war wirklich traumhaft und nahe des Schiffes gab es zum Abschluss noch ein paar Souvenirs, die ganz laut: HIER HIER HIER schrien und mit mussten!

22.8.13 10:21, kommentieren

Alles neu macht der Mai…und Juni und Juli und August und September!

Schon wieder sind wir im nächsten Monat, schon wieder in der nächsten Cruise. Die Zeit fliegt an mir vorbei und doch kommt es mir schon ewig vor, dass ich an Bord bin! Verrückt ist es, verrückt!

 

Und in dieser besagten Zeit ist auch eine Menge passiert! Von den privaten Erlebnissen (Natur, Häfen, Städte, Partys an Bord und viele liebe neue Bekanntschaften in der AIDA-Familie) mal ganz abgesehen, habe ich auch arbeitstechnisch eine Menge mitgemacht!

 

Ich habe nicht nur, wenn mein Schaffen hier an Bord zu Ende ist, 4 verschiedene Entertainment Manager miterlebt als unmittelbare Chefs (normalerweise sind es maximal zwei pro RedBo-Vertrag), sondern auch eine Charter-Reise mitgemacht, auf der alles anders war – inklusive Zeitung!!!!! 

Nun fängt AIDA zusätzlich an, die Zeiterfassung über Terminals an Bord zu steuern, wodurch sich die Art der Arbeitszeitnachweise ändert (ergo: Einarbeitung in ein neues System). Und zu guter Letzt ist es so, dass die Zeitung, die ja mein Hauptarbeitsfeld bildet, auch RELAUNCHED wurde und nach und nach auf den Schiffen umgestellt wird – mit neuem Aufbau und in A4-, statt A3-Format!

Das heißt wiederum für mich: Einarbeitung in eine neue Arbeitsweise!!! Denn am 1.9. kommt meine Nachfolgerin an Bord, die das Ganze dann im 7.9. allein und in dem neuen Format übernehmen muss. Ich sollte bis dahin also auch schon super Bescheid wissen, ansonsten kann ich mir die Übergabephase auch sparen! Was für ein perfektes Timing der ganzen Umstrukturierungen, nicht wahr?! 

 

Umso mehr freue ich mich, wenn ich dann guten Gewissens am 7.9. absteigen kann und das Abenteuer AIDA ad acta lege…vorerst!

3 Kommentare 7.8.13 16:55, kommentieren

Wenn sich Mund und Magen laben…

Meine lieben Freunde und Familienmenschen...ich kann euch sagen: Ich hab´s hier nicht leicht! Ganze 11 Gänge eines Feinschmecker-Restaurants (Rossini Restaurant, Deck 8) musste ich mir innerhalb von 3 Stunden zu Gemüte führen – das war nicht leicht! Vom Wasser über Land bis hin zur Luft ging es geschmacklich richtig rund. Auf dem Plan standen:

 

Konfierte Riesengarnele auf fruchtigem Chutney

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Carpaccio vom Irischen Rinderfilet mit Trüffel-Vinaigrette

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Tatar vom gebeizten Orangenlachs

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Ravioli vom Kaninchen

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Filet vom weißen Heilbutt an Kräuterpolenta und Beeren-Espuma

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Maracuja-Sorbet

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Zweierlei von der Taube

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Medaillon vom Milchkalbsrücken unter der Kräuterkruste an Kartoffel-Mousselline und Kaffeejus

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Ziegenkäse-Praline mit Trauben-Chutney

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Mousse und Eis von der Walderdbeere

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Petit Four von der Sesamschokolade

 

Es war wirklich ein stressiger Abend…besonders für den Magen! Aber als ich dann voll und leicht angeschwipst von dem guten Rotwein (San Gal, 2010) gen Kabine wankte, erspähte ich tatsächlich noch eine Wal-Familie, die ganz nah am Schiff vorbei schwamm! Das war toll!! Leider hatte ich keinen Foto-Apparat in der Nähe…aber eins ist sicher: I keep it in mind!

2 Kommentare 29.7.13 13:02, kommentieren

Sommer, Sonne – Kristiansand

Ich weiß nicht, wie lange es bereits her ist, seit ich einen Sonnenbräunungsabdruck auf meiner Haut gesehen habe….aber seit gestern trage ich nun endlich auch wieder welche!

Es war nämlich straaaaahlendster Sonnenschein in Kristiansand und obwohl ich IPM hatte (also Schiffsdienst sozusagen), konnte ich die Sonne genießen. Nämlich auf Deck 6, wo die Crew ihren Pool und 2-3 Sonnenliegen zur Verfügung stehen hat. Zwar wurde der Pool nicht eingeweiht aber dafür umso mehr in der Sonne gebrutzelt. Und da habe ich festgestellt: Hey, wir haben ja gerade Sommer! So etwas vergisst du schnell, wenn du ständig von angenehmen 10 Grad und Bewölkung umgeben bist, hier im Norden zwischen Norwegen und Island.

 

Aber ich will nicht meckern. Es ist schließlich meine letzte Route dieser Art. Wenn wir dann am 5.8. wieder in Kiel einlaufen gibt es eine Kurzreise von 5 Tagen und dann beginnt die heiß und lang ersehnte Route, bei der wir nach dem Nord-Ostseekanal London/Dover, Paris, Falmouth, Cobh, Dublin, Liverpool, Greenock, Oban und Invergordon anfahren. Nach Norwegen, Schweden und Island heißt es dann also: Herzlich willkommen in Großbritannien, Frankreich, Irland und Schottland!

 

Ich freu mich drauf! Die 14-Tägertour mache ich dann zweimal mit und dann, ja dann liebe Freunde und Familie, komme ich zurück. Denn dann ist m 7.9. das Abenteuer AIDA zu Ende!!!!

In diesem Sinne: Euch allen einen sonnenbräunungsabdruckreichen Sommer und bis ganz, ganz bald!!

1 Kommentar 21.7.13 21:33, kommentieren

Ich hatte die (den) Wahl (Wal)!

Ach ja, so auf´m Schiff erlebt man ja echt schon ´ne Menge. Also neben rough sea, womit ich letztens leicht aus dem Konzept gebracht wurde, gibt es immer wieder phänomenale Augenblicke!

 

Bin ich doch letztens beim Sport und schwitze so auf dem Cross-Trainer, nichtsahnend auf die leicht aufgewühlte See blickend (von Deck 9 aus – dem Sport Deck^^), da winkt mir plötzlich so ein großer Wal aus dem Wasser zu! Was hab ich mich gefreut! Und gleich einen Moment später machte es ihm sein Kumpel gleich. Ich sag euch Leute, wenn man das einmal mitgenommen hat im Leben, fühlt man sich echt um eine Erfahrung reicher! J War das schön! So macht Sport richtig Spaß!!!!

 

Heute konnten wir auch wieder etwas spektakuläres vom Wasser aus beobachten. Nur kurz zur geographischen Einordnung: Wir schippern seit gestern von Akureyri, Island, wieder zurück gen Norwegen – Spitzbergen heißt unser nächstes Etappenziel, welches wir (hopefully) übermorgen erreichen werden. Und heute kamen wir (am insgesamt 4. Seetag dieser Reise) an der Jan Mayen Insel vorbei. Diese ist, wie ich nun weiß, vulkanischen Ursprungs und Teil des Nordatlantischen Rückens, der an dieser Stelle (an der wir heute waren) die Wasseroberfläche durchbricht. Ihren Namen verdankt die Insel dem niederländischen Walfang-Kapitän Jan Jacobs May van Schellinkhout. Größenmäßig liegt die Insel bei 373 km², ca. 650 km nordöstlich von Island in der Grönlandsee verankert.

 

Mit dicker Jacke und von Deck 5 aus (Heck, Crew-Bereich) machte ich Erinnerungsfotos und erfreute mich an der schneebedeckten Eiskappe des 2277 m hohen Beerenbergs, deren Gletscherströme sich in alle Himmelsrichtungen ergießen und an fünf Stellen das Meer erreichen, wie der Kapitän uns mitteilte. So, nun aber Schluss mit dem Geographie-Unterricht. Jetzt wird wieder gearbeitet! Schließlich muss es auch morgen eine AIDA Heute geben!

2 Kommentare 9.7.13 19:28, kommentieren

Komm ich jetzt ins Fernsehen? - Live bei AIDA TV

Als Dame der Medien bin ich natürlich für alles offen. Deshalb sagte ich auch nicht nein, als Anni (die Clubteam Leiterin) mich zu sich ins AIDA TV einlud. Diese Sendung, müsst ihr wissen, berichtet von allem, was sich auf dem Schiff tagesaktuell so zuträgt. Es geht in 45 Minuten um die Schiffsangebote, von Tanzstunde bis Motto Party in der Anytime Bar am späten Abend und eben auch um die einzelnen Mitarbeiter. In meist nicht länger als 5-Minuten-Interviews berichtet dann eben eine Rezi (Rezeptionistin) oder Shopi (Shop Angestellte, für all diejenigen, die es noch nicht geahnt haben^^) von ihrem Alltag und warum sie eigentlich auf dem Schiff sind. So auch bei mir.

 

Da ich ja eher wenig Kontakt zu den Gästen habe, sondern eher den vertrauten Umgang mit meinen nicht immer funktionierenden Druckern im Büro pflege, war das mal eine Möglichkeit, sich den Gästen an Bord vorzustellen. Das fing auch schon super an. Mit dem Mikro in der Hand begrüßte mich Anni und ich sie zurück … dumm nur, dass das Mikro noch immer auf Bauchhöhe etwa ruhte und die Zuschauer sich so im Lippenlesen üben mussten! J Aber charmant habe ich diese leicht rot-werde-Situation überspielt und gemeint: „Ja, ich bin es einfach nicht gewohnt, mit Mikro zu sprechen!“, um dann auf meine Arbeit im  Printoffice zu verweisen!

 

Auch habe ich im Nachhinein beim kritischen Betrachten meines Beitrages festgestellt, dass ich einen sehr großen Hang zum Wort „genau“ und der Wortverbindung „ganz genau“ habe. Gefühlte 100.000 Mal nur beantwortete ich die Fragen so oder stieg damit in meine Erklärung ein. Ui ui ui, dieser Kommentar gibt nun all denjenigen unter euch genug Futter, MICH zukünftig zu korrigieren und auf verbale Patzer aufmerksam zu machen! J NOBODY´S PERFECT, RIGHT?!

 

Ich habe mir auch die Sendung auf CD brennen lassen, damit auch ihr einmal in den Genuss kommt, sofern ihr denn mögt, AIDA TV zu schauen…mit der Bordredakteurin , ganz genau!

2 Kommentare 1.7.13 20:28, kommentieren

Nördlicher geht´s fast nicht!

 

Bereits 11 Tage sind vergangen, seit wir in Kiel abgelegt haben und noch weitere 6 Tage werden wir haben, bis der Heimathafen erneut angelaufen wird. Viele tolle Orte Islands und Norwegens konnten wir bereits genießen. Morgen steuern wir die Lofoten an. Das wird sicher auch sehr aufregend! Ich bin gespannt, was der Norden Europas noch alles zu bieten hat! J

 

Gestern ging meine Arbeitszeit neben der regulären 10-Stunden-Schicht noch in die Verlängerung. Von 0 bis 3:30 Uhr war ich nämlich als Hilfsscout unterwegs. Und dieses Mal ist die Aufgabe wirklich umfangreicher gewesen als das ausschließliche Mitfahren beim letzten Mal. Ich hatte meine eigene kleine Truppe von 41 Personen, die mit mir um 0:20 Uhr im Bus zum Nordkap gefahren sind. Nach meinem Willkommensspruch, wer ich denn eigentlich bin und was ich heute Abend hier mache, las ich 3 Seiten Infos zum Nordkap und der dort befindlichen Attraktionen (Kirche, Panorama Kino, einzelne Denkmäler und die bekannte runde Kuppel natürlich) und jahreszeit-typischen Merkmalen vor und erklärte das weitere Vorgehen. Durch meinen Platz ganz vorn im Bus hatte ich auch eine klasse Sicht auf die Umgebung. Es ging die Straße hoch und immer höher. Um uns herum tiefe Schluchten mit Flüssen, die sich ihre Wege hindurch bahnten und grüne Wiesen. Das Wetter war ziemlich unbeständig. Es regnete, wurde dann wieder stürmisch, wollte aufklaren und  überlegte es sich am Ende doch anders. Dadurch, dass wir ja auch seit 3 Tagen keinen Sonnenuntergang mehr haben, kam es einen vor, als wäre es nachmittags um 15 Uhr – total verrückt, Leute!!!

 

Als sich unser Bus dann nach 35 Minuten den Weg nach ganz oben auf die Spitze des höchsten Berges in der Umgebung gemacht hat, empfing uns der Sprühregen im seiner größten Euphorie! Aber das tat dem phänomenalem Ausblick keinen Abbruch! Und mit jeder Minute, die wir uns – neben 1000 anderen Touris versteht sich – einen Weg durch den Wind gebahnt hatten und an der Nordkap-Kuppel ankamen, wagte es auch die Sonne ganz kurz einen Strahl gen Erde zu schicken. Es wurden viele Fotos gemacht und ich werde mir wohl auch ein Nordkap-Zertifikat in unserem Fotoshop noch holen! J ICH WAR DA! Das beweist auch mein kleines Souvenir, das ich wirklich nicht im Regal liegen lassen konnte. Ein süßer Herzanhänger aus einem fast durchsichtigen Glasimitat mit der Nordkap-Kuppel darin.

 

In dem einzigen Gebäude da ganz oben konnte man sich völlig durchnässt wieder ganz gut aufwärmen. Das Restaurant völlig außer Acht gelassen, ging ich nach meinem Besuch im Souvenirladen zum Panorama-Kino und erhielt da noch einmal echt schöne Aufnahmen von der Natur und einzelnen Lichtblickmomenten des Nordkaps. Schon sehr beeindruckend! Es folgte dann noch ein Blick in die kleine eingebaute Kapelle, in eine Ausstellung zum Thema und einem hübsch aufbereiten Lichtraum.

 

Nach 1 ½ Stunden Aufenthalt sammelte ich meine Reisegruppe wieder ein, nahm die Rückfahrt-Karten am Buseingang entgegen, hieß sie über das Mikro wieder willkommen und wir brausten zurück, bergab, Richtung Hafen. Und dann habe auch ich sie endlich gesehen – Rentiere! Als kleine 5-er Horde standen sie auf der Straße. Und etwas weiter hinter weidete sogar ein weißes Rentier! Nun hab ich alles gesehen!!!! J Das war echt spitze!!! Nach meinen verabschiedenden Worten gab mich dann der kleine Reisetrupp mit einem kleinen Applaus frei und ich fiel nach einer wärmenden Suppe in der AIDA Bar (auf Deck 8) und einem viel zu langen Tag totmüde ins Bett!

27.6.13 15:14, kommentieren

Wer hat an der Uhr gedreht? - Eine Stunde zurück

Immer weiter nördlich bahnt sich mein Schiffchen durch die raue See. Morgen werden wir unseren zweiten Seetag haben bevor Reykjavik, Island, angefahren wird. Glücklicherweise kann ich das Schiff auch verlassen (habe keinen Du-musst-an-Bord-bleiben-Dienst), sodass einem Landgang hoffentlich nichts im Wege steht! Toi, toi, toi.  Manchmal bricht ja dann doch spontan das Chaos über mir ein und plötzlich liegt er da: Der Berg Arbeit … auf meinem Schreibtisch!

 

Für mich ist diese Cruise die erste große, lange Reise. Ganze 17 Tage sind wir nun unterwegs und ich hoffe, dass sich der Stress der letzten Tage auch wieder etwas legt. Die Kurzreisen sind doch schon etwas anstrengend. Kaum ist man da so richtig angekommen, schon heißt es wieder neue Flyer, Aufsteller, Menüs und und und vorbereiten für die folgende Cruise. Aber jetzt bleiben uns die Gäste erst einmal erhalten. Auf dieser Reise ist das Durchschnittsalter auch mal eben auf 10 Jahre angestiegen, im Vergleich zu den Kurzreisen. Das mag zum einen an dem Preis liegen, zum anderen aber sicher auch an der nötigen Zeit! J Wie ich gehört habe, können sich die Bars aber trotzdem nicht beschweren, zwecks Umsatz. Auch das ältere Völkchen mag es feucht-fröhlich und der Alkohol läuft…genauso wie Kaffee, Cocktails und Co.

 

Auf dieser Reise haben wir gleich zweimal eine Zeitumstellung. Da es in eine andere „Zeitebene“ geht, werden wir in der heutigen und morgigen Nacht unsere Uhren von 03:00 Uhr auf 02:00 Uhr stellen und müssen dann allerdings die gewonnenen Stunden schon in dieser Woche wieder abgeben. Aber nichtsdestoweniger wird die Gunst der Stunde genutzt und heute Abend gefeiert. In der Anytime Bar (auf unserem höchsten Deck, Deck 11) heißt es nämlich BLACK & WHITE. Der Dresscode ist damit klar!

 

Und schon jetzt werden die Tage immer länger. Das ist total verrückt. Bald werden wir tatsächlich keine Nacht mehr haben…also keine Dunkle. Es bleibt einfach hell, dämmert ein bisschen und ist dann wieder hell. Da lobe ich mir doch meine Innenkabine. Wenn ich da das Licht ausmache, ist es dunkel!

17.6.13 20:19, kommentieren

Oslo bei Nacht mit wirklich „coolem“ Ende

Mal wieder liegen wir in Oslo und mal wieder ist Overnight angesagt – was für alle unkundigen Landratten bedeutet: Wir legten abends an und blieben über Nacht im Hafen!

 

Aber anders als sonst, habe ich in der gestrigen Nacht als „Hilfs-Scout“ gearbeitet. Ich durfte also die Gäste begleiten, die die Oslo Stadtrundfahrt (inklusive Holmenkollen Sprungschanze) mit einem abschließenden Besuch in der ICEBAR gebucht hatten! UND: Es gab auch eine äußerliche Veränderung, denn ich konnte mein rotes RedBo-Shirt eintauschen gegen ein quietsch-orange-farbenes Scout-Shirt! Was für ein Spaß!! Für mich viel der Job auch eher gering aus. Die einzige Aufgabe für mich bestand an diesem Abend darin, den 2. Hüterhund der Herde zu spielen und zu gucken, ob auch ja alle Schäfchen wieder zurück in den Bus finden, nachdem sie einmal rausgelassen wurden.

 

Wir sahen zu allererst während der Busfahrt das doch sehr hübsche Oslo mit seiner bunten Architektur und bekamen die Info, dass Oslo zu 25% bebaut ist und ganze 75% Grünflächen zu bieten hat. Die vielen Parks und Wiesen belegten das sehr anschaulich! Bis hoch hinauf auf den Berg zur Holmenkollen Sprungschanze tuckerten wir, stiegen aus, merkten, dass die Sonnenkraft doch so gegen 23 Uhr langsam nachließ und der Wind zügig pfiff. Aber der wunderschöne Ausblick auf die hell erleuchtete Stadt bei Nacht machte jedes Zittern wieder wett. Vor allem war wir dadurch direkt eingestimmt auf den nächsten und letzten Stop: Die ICEBAR.

 

Wieder zurück in der Innenstadt, nahe des Hafens, hielt der Bus direkt vor dem eher unscheinbarem Reihenhaus, was sich bei näherem Hinschauen als die besagte coole Bar entpuppte. Gewappnet mit Wintermänteln und Handschuhen ging es in den flachen, heruntergekühlten Raum (ich schätze mal, es waren etwa -7 Grad Celsius), wo wir auch schon unseren Welcome-Drink in Eisklötzen erhielten. Das Flair in dem doch eher kleinen Raum war ziemlich genial. Es gab Eisskulpturen zu bestaunen und man musste stets in Bewegung bleiben, da sonst die Sohlen am Boden kleben blieben!

 

Eine schöne Erfahrung, die ich da kostenlos als Hilfs-Scout machen durfte! Sie ersparte mir außerdem den doch beachtlichen Eintrittspreis von 25 Euro! Gewusst wie! Freshe Grüße aus Oslo meine Lieben!

1 Kommentar 10.6.13 13:51, kommentieren

Kindertag und andere Späße

Wie die Zeit doch so schnell vergeht. Inzwischen bin ich schon seit über einem Monat an Bord der AIDA und sooo viel ist passiert. Auf der letzten Reise gab es zum ersten Mal die Veranstaltung „Crew meets Band“. – Ja, genau. Hier geht es musikalisch heiß her. Jeder, der gewillt ist, die Bühne zu betreten, darf an der Show als Crewmitglied etwas liedtechnisches beisteuern. Mit Max, dem Bar Chef der Poolbar sang ich gemeinsam „Im Wagen vor mir“. Auf zwei Bobby-Cars haben wir die Bühne gerockt!!

 

Heute, wieder in Kiel, wieder ein Wechseltag, wieder neue Passagiere, hatte ich 3 wundervolle Stunden. Denn meine Family kam mich besuchen – zum Kindertag! J War das schön! Wir haben in Kiel lecker Mittag gegessen, die Sonne genossen und richtig guten Kaffee bei Starbucks getrunken! Hier an Bord gibt es zwar auch so etwas braunes, genannt Kaffee…doch das ist damit nicht vergleichbar!!! Es tat wirklich gut, mal wieder die Verwandtschaft um mich herum zu haben. Danke, danke, danke! Ich hab euch schrecklich lieb! In 3 Monaten komme ich wieder!!!

1.6.13 14:58, kommentieren

"Seemannsbraut" - Shake it, Baby!

So langsam bekomme ich echt Routine rein und kann es mir auch erlauben, an anderen on-Board-Aktivitäten teilzunehmen. So zum Beispiel heute! Da hieß es nämlich von 17.15 Uhr bis 18.15 Uhr: CREWSHAKEN! Auf dem Pooldeck (Deck 10) wurden Tische aufgebaut, an denen verschiedene Crew-Mitglieder zu zweit jeweils einen Cocktail für die Gäste zubereiteten. Und damit es auch wirklich spaßig wird, ist aus jedem Department einer dabei gewesen (naja, fast!^^).

 

Auch ich habe fleißig mitgemischt! Das war ein Spaß! Mit Max, dem Bar Chef kreierte ich die SEEMANNSBRAUT, dem Klassiker und Publikumsliebling - bestehend aus 4 cl Grenadie, 4 cl Vodka, Eis und den Rest aufgefüllt mit Maracuja-Saft (in einem 0,5 l Glas für alle Rechenfreunde). Rot war der Drink und blau im Anschluss die Gäste. Ach, war das schön!

 

Ich habe auch den ein oder anderen Move dazugelern, denn bei dieser Veranstaltung steht der Spaß eindeutig im Vordergrund. So flogen auch das ein oder andere Mal die Eiswürfel zwischen den Crew-Shaker-Leuten hin und her und wir wurden mächtig nass. Die Gäste hatten ihren Spaß. Der ein oder andere Shaker sah dann auch mal den Boden, weil eine Bewegung nicht so gut geklappt hat. Und bei mir als Laien ist nun auch die rechte Handaußenseite etwas lediert vom gegen den Shaker klopfen, damit sich dieser vom Glas löst. Aber es hat sich allemal gelohnt und beim nächsten Mal bin ich definitiv wieder dabei, wenn es heißt: SHAKE IT, BABY!!!! 

1 Kommentar 27.5.13 18:45, kommentieren

Einsatz im Nord-Ostsee-Kanal

Ja, da haben wir es letztens tatsächlich in die Zeitung geschafft.

Für all diejenigen, die es nicht gelesen haben, hier der Zeitungsartikel: 

 

"Dem schnellen Einsatz eines Marine-Hubschraubers verdankt ein Passagier der "AIDAcara" wohl sein Leben. Das Schiff war auf dem Nord-Ostsee-Kanal, als der Bordarzt innere Blutungen bei dem Mann feststellte.

 

Sehestedt/Kiel. Glück im Unglück hatte Samstagabend offensichtlich ein 70 Jahre alter Passagier auf dem Clubschiff "AIDAcara". Gut drei Stunden nach dem Auslaufen in Kiel, während der Nord-Ostsee-Kanal-Passage Richtung Brunsbüttel, musste das Kreuzfahrtschiff gegen 20 Uhr kurz vor Sehestedt einen Notruf absetzen. Der Bordarzt hatte bei einem männlichen Passagier innere Blutungen diagnostiziert."

 

Jap, alles ist gutgegangen, dank der großartigen Zusammenarbeit mit der Marine!

Aufregend war es allemal. Das gesamte Pooldeck musste gesperrt werden und die Rotoren des Helis haben für reichlich Wirbel gesorgt!  

Zum Glück ging ja am Ende alles gut!

 

23.5.13 21:05, kommentieren

Shopping and more

Um auch einmal etwas von dem Leben nach der Arbeit zu erzählen, hier ein kleiner Plauderbeitrag:

 

Auf dem Schiff wird ja nicht nur geschuftet, sondern auch mal ab und zu geshoppt. Deshalb habe ich mir heute eine Uhr gekauft von Jacques Lemans. Sie ist weiß, sieht schön aus und zeigt mir sogar den Tag an! So macht AIDA Spaß!

 

Irgendwann werde ich mir auch noch einmal eine Massage gönnen auf Deck 9. Die Crew bekommt nämlich auch da Rabatte. Damit die alltäglichen Verspannungen meiner anstrengenden Tätigkeit nicht zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen werden!

 

Und heute Abend werde ich erstmals nicht in die Crew Messe gehen zum Abendbrot, sondern in den Gästebereich - ins Markt Restaurant. Darauf freue ich mich schon. Die Auswahl ist groß und alles schön hergerichtet zu dem Thema: "Asien - Fantasien der aufgehenden Sonne" und das ab 20 Uhr, wenn die Sonne schon wieder auf dem Weg nach unten ist. Na dann, guten Appetit!

1 Kommentar 15.5.13 14:02, kommentieren

Feuerprobe bestanden - erste Woche allein geschafft!

Nun ist die erste Woche vorbei, in der ich ganz allein als RedBo (Redakteur Bordmedien) auf der AIDAcara gearbeitet habe. Und es war eine stressige Woche. Aber auch sehr lehrreich und prägend. Inzwischen weiß ich, wie ich den Scala Content Manager zu bedienen habe, damit die Gäste auf den Bildschirmen mit Infos - in tolle Folien eingefügt - darüber in Kenntnis gesetzt werden, was am aktuellen Tag auf dem Schiff passiert. Außerdem kann ich nun jedes erdenkliches Druckerproblem lösen und weiß, dass man bei dem derzeitigen Küchenchef für die Crew besser auf die Soßen verzichten sollte….
 
Auch sonst ist das Leben auf dem Schiff sehr aufregend und vielseitig. Zum einen hat man zwar immer wieder den selben Tagesrhythmus (gegen 8 Uhr aufstehen, gegen 11 Uhr Mittag, nachmittags eine Pause, bis maximal 21 Uhr arbeiten und abends ein wenig Kulturprogramm mitnehmen und zum Sporteln auf Deck 9 gehen) aber trotzdem kommen immer wieder neue Kleinigkeiten auf meinen Schreibtisch, dir mich vor interessante Herausforderungen stellen. Da ich als RedBo nämlich das CI (Corporate Identity) von AIDA wahren muss und dafür Sorge trage, dass auch alles wie aus einem Guss ist und sei es nur ein „Klo defekt“-Schild, landen jegliche Druckaufträge bei mir.
 
Die Crew ist auch extrem cool. Wir sind hier eine große Familie und helfen uns, egal, worum es geht, stets gegenseitig. Da wollte ich doch heute nur mal in den Shop gehen, um mich nach einer neuen Uhr umzugucken und schon lande ich mitten drin in den Auspackaktionen der „Shoppies“ (liebevolle Bezeichnung der dort Arbeitenden), bei denen ich tatkräftig mit unterstützend wirken konnte. Eine Ecke weiter in der Lambada Bar habe ich schließlich dem Tontechniker beim Aufräumen der Boxen mitgeholfen. Dabei wollte ich eigentlich nur zum Biker. Dieser hat mir nämlich heute den Tag gerettet!
 
Wir waren heute wieder in Kiel eingelaufen und ich beschloss von Bord zu gehen, um mich bei einem Drogerie-Markt mit neuen Artikeln für die nächsten Reisen zu bewaffnen. Kaum stehe ich an der Kasse und will meinen etwa 45 Euro (ja, es kam viel zusammen) Einkauf auf´s Band legen, da fällt mir wie vom Blitz getroffen ein, dass ich mein Portemonaie auf dem Schiff vergessen habe. Oh man! Just in diesem Moment kam Sandro durch die Tür und wenige Minuten später zahlte er Zahnpasta und Co für mich! Welch glücklicher Zufall. Mit ein bisschen Schoki und lieben Worte bedankte ich mich schließlich und habe auf dem Weg dorthin mal eben 2 anderen Kollegen etwas Arbeit abnehmen können. AIDA – hier ist das Lächeln zu Hause!
 
Nun schippern wir schon wieder gen Bergen und fahren ganz romantisch einen Kanal entlang. Mit meinem Arbeitsplatz habe ich es ganz gut getroffen. Der Blick auf´s Meer ist traumhaft und nicht selten erfreue ich mich an einem zauberhaften Sonnenuntergang am Horizont! Meine Schlafkabine ist dafür alles andere als komfortabel und als ich dann noch hörte, dass ich auf jedem anderen AIDA-Schiff eine Einzelkabine hätte haben können, war die Stimmung noch gedrückter. Da ich mich aber so gut wie gar nicht, eben nur zum Schlafen, auf Deck 3 aufhalte, ist auch dieser Wehrmutstropen zu vertragen.
 
In diesem Sinne schicke ich Euch allen ganz liebe Grüße vom Wasser und wünsche euch ein bezauberndes Wochenende!

1 Kommentar 11.5.13 20:34, kommentieren

Die ersten Wellengänge und Seetaufen

Nachricht von ganz weit auf dem Meer:

"Liebe Passagiere, 

bitte bewahren Sie Ruhe. Legen Sie sich einfach in Ihre kuscheligen Betten und genießen Sie das sanfte Schaukeln der Wellen. Es trägt Sie heute von Oslo nach Kopenhagen. Sollten Sie sich trotz unserer vollausgebildeten Crew nicht so ganz wohl fühlen, wenden Sie sich vertrauensvoll an die Rezeption. Dort erhalten Sie unsere geheimen Wundermittel gegen Seekrankheit!

Ihre RedBo (wie die Redakteurin der Bordmedien hier liebevoll genannt wird)."

 

Neben diesen kleinen oben erwähnten Schaukeleien zwischendurch gibt es natürlich diverse Sicherheitsdrills, die einem wieder und wieder klar machen sollen, was im Ernstfall zu tun ist, wieviel Wasser sich pro Passagier in den Rettungsbooten befindet (Sorry Mimi, es sind 3 Liter für jeden Pax!!! Mea culpa) und vieles me(e)hr.

 

Mein Hauptaugenmerk liegt aber natürlich und ganz klar auf der Bordzeitung AIDAheute. Ich hätte nicht gedacht, dass das so umfangreich wird aber am Anfang wird man wirklich überschüttet mit Infos und muss diese dann erst einmal verdauen und in die richtige Ordnung bringen. Mouna, meine Vorgängerin, die mich in einer Woche für den Job fit machen soll, ist wirklich großartig. Mehrmals und in Ruhe erklärt sie mir jeden einzelnen Schritt für die Produktion der Zeitung und die vielen "Nebenbeisachen", die außerdem noch auf unserem Tisch landen. Aber es macht tierischen Spaß und ich merke auch schon langsam Fortschritte bei mir, sodass ich hoffentlich ab Samstag die Redaktion allein hinbekomme!!!! Toi, toi, toi!

 

Das Team hier an Bord ist auch super cool. Da gibt es ein enges, freundschaftliches Verhältnis zu allen Etagen. Egal, ob Sporti, Rezi, TV-, Shopmitarbeiter oder Offizier, man wird freundlich empfangen und kommt spätestens in der Crew Bar mit jedem ins Gespräch, sofern man denn möchte. Und da ja Kommunikation zu meinem Portfolio gehört, wie das AMEN in die Kirche, habe ich schon die ein oder andere spannende Seemannsgeschichte zu hören bekommen.

 

Das Essen hier ist übrigens auch super! Man hat immer die freie Wahl bei einem reichhaltigen Buffet und kommt super durch den Tag!!! Da kann ich nicht meckern!!!!

 

Also dann, ich werde noch ein wenig das Treiben der Wellen genießen und anschließend mal in die Anytime Bar gehen. Da soll heute eine Black&White-Party stattfinden...wird sicher dennoch farbenfroh.

1 Kommentar 29.4.13 22:41, kommentieren

Vorbereitung ist alles

Als "legendärer Willi" wurde er uns vorgestellt. Als ziemlich cooler Ausbilder lernten wir ihn lieben! In vier Tagen wurde mir und den anderen 18 AIDA-Anwärterinnen und -Anwärtern des Kurses das Leben auf See näher gebracht. Mit täglichen Tests und viel Praxis als Ergänzung zu der ausführlichen Theorie standen auf dem Plan:

 

Mo: Feuer löschen mit diversen Löschmitteln (Löschdecke, CO2-, Pulver- und Schaumfeuerlöscher).

Di: Freifallboot fahren ... Nein, fliegen!! Das hieß, in ein auf 15 Meter hohen Turm steigen, von dort aus in ein 30-Grad geneigtes Boot einsteigen und rückwärts sitzend im freien Fall gen Wasser fliegen!!

Mi: Im Überlebensanzug (Super Monster Neoprenschutzanzug) im Wasser diverse wärmende Stellungen allein und in der Gruppe einnehmen (Improvisation einer Über-Bord-Situation), sich selbst in dem übergroßen Anzug vom Wasser aus in eine Rettungsinsel reinziehen und mit den anderen eine Menschenkette im Wasser bilden, die sich dann von einem Ufer zum anderen bewegt.

Do: Pyro-Technik abschießen und das MES ausprobieren (über eine übergroße mit CO2 aufgeblasene Luftrutsche in eine Rettungsinsel fallen (90 Grad Neigung!!!!!)

--> Noch Fragen?!? Ach ja, JA - es hat Tierischen Spaß gemacht und ich habe viele tolle Leute kennengelernt, u.a. Vier zukünftige AIDAcara-Crewmitglieder (1 Koch, 1 Tontechniker und 2 Animateure). Nun habe ih tatsächlich Feuer für den Wasserjob gefangen. Es kann losgehen ....übermorgen!!!!!

2 Kommentare 25.4.13 21:52, kommentieren