Nördlicher geht´s fast nicht!

 

Bereits 11 Tage sind vergangen, seit wir in Kiel abgelegt haben und noch weitere 6 Tage werden wir haben, bis der Heimathafen erneut angelaufen wird. Viele tolle Orte Islands und Norwegens konnten wir bereits genießen. Morgen steuern wir die Lofoten an. Das wird sicher auch sehr aufregend! Ich bin gespannt, was der Norden Europas noch alles zu bieten hat! J

 

Gestern ging meine Arbeitszeit neben der regulären 10-Stunden-Schicht noch in die Verlängerung. Von 0 bis 3:30 Uhr war ich nämlich als Hilfsscout unterwegs. Und dieses Mal ist die Aufgabe wirklich umfangreicher gewesen als das ausschließliche Mitfahren beim letzten Mal. Ich hatte meine eigene kleine Truppe von 41 Personen, die mit mir um 0:20 Uhr im Bus zum Nordkap gefahren sind. Nach meinem Willkommensspruch, wer ich denn eigentlich bin und was ich heute Abend hier mache, las ich 3 Seiten Infos zum Nordkap und der dort befindlichen Attraktionen (Kirche, Panorama Kino, einzelne Denkmäler und die bekannte runde Kuppel natürlich) und jahreszeit-typischen Merkmalen vor und erklärte das weitere Vorgehen. Durch meinen Platz ganz vorn im Bus hatte ich auch eine klasse Sicht auf die Umgebung. Es ging die Straße hoch und immer höher. Um uns herum tiefe Schluchten mit Flüssen, die sich ihre Wege hindurch bahnten und grüne Wiesen. Das Wetter war ziemlich unbeständig. Es regnete, wurde dann wieder stürmisch, wollte aufklaren und  überlegte es sich am Ende doch anders. Dadurch, dass wir ja auch seit 3 Tagen keinen Sonnenuntergang mehr haben, kam es einen vor, als wäre es nachmittags um 15 Uhr – total verrückt, Leute!!!

 

Als sich unser Bus dann nach 35 Minuten den Weg nach ganz oben auf die Spitze des höchsten Berges in der Umgebung gemacht hat, empfing uns der Sprühregen im seiner größten Euphorie! Aber das tat dem phänomenalem Ausblick keinen Abbruch! Und mit jeder Minute, die wir uns – neben 1000 anderen Touris versteht sich – einen Weg durch den Wind gebahnt hatten und an der Nordkap-Kuppel ankamen, wagte es auch die Sonne ganz kurz einen Strahl gen Erde zu schicken. Es wurden viele Fotos gemacht und ich werde mir wohl auch ein Nordkap-Zertifikat in unserem Fotoshop noch holen! J ICH WAR DA! Das beweist auch mein kleines Souvenir, das ich wirklich nicht im Regal liegen lassen konnte. Ein süßer Herzanhänger aus einem fast durchsichtigen Glasimitat mit der Nordkap-Kuppel darin.

 

In dem einzigen Gebäude da ganz oben konnte man sich völlig durchnässt wieder ganz gut aufwärmen. Das Restaurant völlig außer Acht gelassen, ging ich nach meinem Besuch im Souvenirladen zum Panorama-Kino und erhielt da noch einmal echt schöne Aufnahmen von der Natur und einzelnen Lichtblickmomenten des Nordkaps. Schon sehr beeindruckend! Es folgte dann noch ein Blick in die kleine eingebaute Kapelle, in eine Ausstellung zum Thema und einem hübsch aufbereiten Lichtraum.

 

Nach 1 ½ Stunden Aufenthalt sammelte ich meine Reisegruppe wieder ein, nahm die Rückfahrt-Karten am Buseingang entgegen, hieß sie über das Mikro wieder willkommen und wir brausten zurück, bergab, Richtung Hafen. Und dann habe auch ich sie endlich gesehen – Rentiere! Als kleine 5-er Horde standen sie auf der Straße. Und etwas weiter hinter weidete sogar ein weißes Rentier! Nun hab ich alles gesehen!!!! J Das war echt spitze!!! Nach meinen verabschiedenden Worten gab mich dann der kleine Reisetrupp mit einem kleinen Applaus frei und ich fiel nach einer wärmenden Suppe in der AIDA Bar (auf Deck 8) und einem viel zu langen Tag totmüde ins Bett!

27.6.13 15:14

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